Es sind nicht nur ältere Bewohnerinnen und Bewohner Westerlands und Tinnums, die sich Sorgen um ihre Mobilität machen, seit der Landschaftszweckverband das Aus für den „Stadtbus“ im nächsten Frühjahr beschlossen hat. „Der Abschied vom gewohnten System eröffnet aber auch Chancen für Verbesserungen. Schließlich der Stadtbus durch ein auf die Nutzer zugeschnittenes On-Demand-System ersetzt werden.“ Das erfuhren jetzt die Sylter SPD-Politiker Eberhard Eberle, Gerd Nielsen und Peter Marnitz beim zuständigen Fachbereich der Gemeinde Sylt. Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Martha Berendes, informierten sich die Sozialdemokraten über den Stand der Dinge.
Bisher seien noch keine Verträge mit der SVG über das neue Busangebot im Bereich Westerland/Tinnum abgeschlossen worden. Geplant sei aber, dass zum Sommerfahrplan 2024 ein individuell abrufbares Busangebot eingerichtet werde. Dabei soll es sich um das sogenannte „On-Demand-System“ handeln, bei dem die Fahrgäste per Telefon oder App ihre Fahrtwünsche angeben. Unabhängig vom bisherigen festen Haltestellen-System sollen die Fahrgäste dann wohnungsnah abgeholt und zu ihrem Ziel gebracht werden. „Das bietet den Vorteil, dass gerade bewegungseingschränkte Fahrgäste nur kurze Wege zum jeweiligen Abhol-Punkt zurücklegen müssen. Bei der Anmeldung kann auch die Mitnahme von Rollstühlen vereinbart werden. Wir werden uns vehement dafür einsetzen, dass die so möglichen Verbesserungen für die Fahrgäste auch in die Realität umgesetzt werden“, sichern die Sozialdemokraten zu.
Im Bereich von NAH.SH gibt es auf dem Festland bisher zwei Bereiche, in denen das „On-Demand-System“ erfolgreich arbeitet. Dort hat es sich bewährt, dass in weniger als einer Stunde nach der Buchung per App oder Telefon das barrierefreie Fahrzeug an einem der vielen virtuellen Haltepunkte bereitsteht. Auch im Kreis Nordfriesland soll auf dem Festland das System mit dem nächsten Fahrplanwechsel in einigen dörflichen Bereichen eingeführt werden.

Noch verkehrt der Stadtbus an festgelegten Haltestellen. Foto: Peter Marnitz










